livepicture soft revival

dieser beitrag ist eine art offizielle danksagung an die entwickler dieser wunderbaren software.
in zeiten in denen rawdatenmanagement zum volkssport avanciert, möchte ich ein paar kleine anmerkungen zum thema machen.



der damaligen firma livepicture ist es zu verdanken, dass ich in den schwachen stunden meines lebens 1995 nicht aus versehen einen pc zur bildbearbeitung angeschaft habe.
lief doch diese wundersoftware ausschließlich unter mac os – 7.5
intelligentes filemanagement, auch im netwerk inkl. opi funktionalität, strikt getrennte input und output formate, inkl.16 bit farbberechnung, ebenen – auch zur farbmanipulation !
unbegrenztes undo, perspektivkorrektur in echtzeit und vektor basierte zeichenwerkzeuge fanden erst jahre später einzug in andere programme zur bildbearbeitung.
mit praktisch 10 jahren verzögerung gibt es nun seit ca. einem jahr – diesem gedankenansatz folgend – das von adobe eingeführte dng format.
das prinzip des dynamischen nachladen von feindaten – über die damaligen 10mbit netzwerke – findet heute zb. bei google earth verwendung.
schade dass sich die firma livepicture mit ihrer donglepolitik selber das wasser abgegraben hat – war doch die software für amateure viel zu anspruchsvoll als dass sich hacker motiviert sahen das produkt dem volk zu öffnen.

was macht ihr entwickler eigentlich heute so ?
seid ihr wenigstens ein bischen stolz auf eure pionierleistung im ebv-bereich – auch wenn es kommerziell betrachtet für den ruhestand vermutlich nicht ganz gereicht hat.
kann sich da draußen überhaupt noch jemand an diese für mich so wichtige epoche erinnern ?
mein damaliger bolide ein powermac 8100/80 mit 40mb arbeitsspeicher bewältigte composings in postergröße ohne abstürze. dazu renderte das dingens diverse stunden über nacht per batch.

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